Wilhelmine

Prinzessin von Preußen, Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth (1709-1758)

Wilhelmine war die kunstsinnige Tochter des Königs Friedrich Wilhelm I
und die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen. Mit ihm hatte sie eine außergewöhnlich enge Beziehung und teilte ihr Interesse für die Musik und die Wissenschaft.

1731 heiratete Wilhelmine den Erbprinzen der Markgrafschaft Bayreuth-Kulmbach Friedrich von Brandenburg-Bayreuth.
Nach dem Tod ihres Schwiegervaters hatte die Markgräfin wesentlichen Anteil
an der Modernisierung des Landes.
Ihre rege Bautätigkeit, bekannt als Bayreuther Rokoko lässt sich heute noch erkennen

Sie widmete sich wissenschaftlichen Studien
und führte mit Voltaire einen Briefwechsel über philosophische Themen.
Das Markgrafenpaar gründete 1742 die jetzige Universität Erlangen
und 1756 die Akademie der freien Künste und Wissenschaft.

Auch ihre musischen Talente entwickelte sie weiter.
Ihr Lautenspiel vervollkommnte sie zur Perfektion.
Von ihrer Suche nach Wahrheit und Schönheit des Ausdrucks kamen die wenigen erhaltenen Kompositionen: ein Cembalo-Konzert, die Oper „Argenore“ und zwei Cavatinen.
Von ihren künstlerischen Ideen zeugen noch heute ein Ensemble von Gebäuden und Parks
das in seiner Art europaweit einzigartig ist.

1743 beauftragte Wilhelmine den venezianischen Bühnenarchitekten Giovanni Paolo Gaspari mit der Umgestaltung des Markgrafentheaters Erlangen im Rokokostil.

Eine einzigartige Frau dessen Zeugnisse bis heute wesentlich unsere Stadt prägen.